DIS40 München: Neue Schiedsgerichtsbarkeit NS-Raubgut: An der Schnittstelle von Recht, Geschichte und Provenienzforschung

DIS40-Event

Veranstalter: DIS40 München, Lenbachhaus, Forschungsverbund Provenienzforschung Bayern

Kunst bewegt und sie erzählt Geschichten – manchmal von Verlust und Unrecht. Besonders trifft dies auf NS-Raubgut zu, denn zwischen 1933 und 1945 wurden jüdischen Eigentümer*innen und anderen NS-Verfolgten unzählige Kulturgüter entzogen. Die Aufarbeitung dieses systematischen Unrechts beschäftigt Museen, Provenienzforscher*innen und Jurist*innen seit Jahrzehnten. Während vormals Streitfälle über die Rückgabe von NS-Raubgut einvernehmlich oder vor der Beratenden Kommission NS-Raubgut gelöst wurden, steht NS-Verfolgten und ihren Nachkommen seit dem 1. Dezember 2025 in Deutschland erstmals eine Schiedsgerichtsbarkeit zur Verfügung, die einseitig angerufen werden kann und verbindliche Entscheidungen trifft.

Was ist eigentlich Gegenstand der Provenienzforschung? Was sind die Herausforderungen bei der Konfliktlösung und worin besteht der Unterschied zwischen der neuen Schiedsgerichtsbarkeit und früheren Konfliktlösungsmechanismen? Welche verfahrensrechtlichen Besonderheiten prägen die neue Schiedsgerichtsbarkeit? Wie arbeiten Jurist*innen und Provenienzforscher*innen in den paritätisch besetzten Schiedsgerichten zusammen?

Wir freuen uns sehr, diese und weitere Fragen gemeinsam mit Euch und in Kooperation mit dem Lenbachhaus und dem Forschungsverbund Provenienzforschung Bayern zu diskutieren und die neue Schiedsgerichtsbarkeit mit Expert*innen aus Anwaltschaft und Provenienzforschung aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu beleuchten.

Als ideale Einstimmung auf die Veranstaltung gibt es die Gelegenheit an einer kostenlosen exklusiven Führung durch die Ausstellung "Was zu verschwinden droht wird Bild. Mensch-Natur-Kunst" teilzunehmen. Die Plätze für die Führung und Fachveranstaltung sind begrenzt.

Eine gemeinsame Veranstaltung der DIS40 München, des Lenbachhauses und des Forschungsverbunds Provenienzforschung Bayern

DIS40 München: Neue Schiedsgerichtsbarkeit NS-Raubgut: An der Schnittstelle von Recht, Geschichte und Provenienzforschung

Datum: 23. Februar 2026, 18:30 Uhr
Ausstellungsführung von 17 Uhr bis 18 Uhr
Ort: Atrium der Städtischen Galerie im Lenbachhaus und im Kunstbau, Luisenstraße 33, 80333 München

Grußwort
  • Dr. Matthias Mühling, Direktor der Städtischen Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München
Referentinnen 
  • Julia Albrecht, LL.M., ehemalige Leiterin der Geschäftsstelle der Beratenden Kommission und Leiterin der Schiedsstelle der neuen Schiedsgerichtsbarkeit NS-Raubgut
  • Dr. Ruth Lecher, Rechtsanwältin bei K&L Gates in Berlin mit Schwerpunkt auf den Bereichen Kunstrecht und Prozessführung
  • Dr. Theresa Sepp, Vorsitzende des Forschungsverbunds Provenienzforschung Bayern
  • Leva Wenzel, Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Karls-Universität in Prag, ehemalige Referentin für Kulturgutschutz im nordrhein-westfälischen Kulturministerium und bei der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Berlin/Bonn
Moderatorinnen 
  • Nika Rassadina, Counsel bei CMS in München
  • Juliane Reschke, Rechtsanwältin bei Kröck Dispute Resolution in München
Anmeldung

Anmeldung bitte bis zum 16. Februar 2026 über den Anmeldelink.

Wir freuen uns auf einen anregenden (interdisziplinären) Austausch und danken der städtischen Galerie im Lenbachhaus und CMS und Kröck Dispute Resolution herzlich für die Ausrichtung der Veranstaltung!

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